A Schritt 2 – Strategien entwickeln und Planen

Eine Strategie zu entwickeln bedeutet Ziele zu bestimmen und Aktivitäten und Mittel zu identifizieren, um diese zu erreichen. Auf der räumlichen Ebene können jetzt schon ganz konkrete Standorte untersucht werden.

Welche Ergebnisse wollen wir erreichen und welche Aktivitäten und Mittel sind dafür erforderlich? Ziel der Strategie- bzw. Planungsphase ist es, Antworten auf diese Frage so zu strukturieren, dass das Projekt möglichst einfach gesteuert werden kann. Dazu werden erwartete Ergebnisse und nötige Ressourcen übersichtlich dargestellt, Tätigkeiten in Pakete aufgeteilt, Verantwortliche gefunden und notwendige Meilensteine bestimmt. Auch Risiken und Strategien zu deren Bewältigung sollten beleuchtet werden. Methoden aus Projektmanagement und Organisationsentwicklung können uns bei all dem unterstützen. Ein erster Umsetzungsversuch (Prototyp), in dem Kernelemente des Gesamtprojektes mit geringen Kosten und Risiken ausprobiert werden, hilft dabei, die Machbarkeit der geplanten Strategie zu testen und ggf. Anpassungen vorzunehmen.

Essbare Begrünungen brauchen einen konkreten Ort, um wachsen zu können – das kann z.B. ein einfacher Trog am eigenen Balkon, eine Baumscheibe in ihrer Straße oder Hochbeete im öffentlichen Raum sein. Größere Projekte mit mehr Platzbedarf lassen sich vielleicht im Hof oder auf einer benachbarten Ackerfläche umsetzen. Auch auf Dächern oder an Fassaden lassen sich essbare Begrünungen umsetzen. Die richtigen Orte zu finden ist in der Planungsphase eine wesentliche Herausforderung.
Leitfragen: Welche Orte stehen zur Verfügung? Welche Orte werden bereits wie genutzt?  Welche Rahmenbedingungen gibt es auf den jeweiligen Flächen?

Die Methoden der Planungsphase lassen sich grob in drei Kategorien unterteilen.

Zum einen braucht es Tools um allgemein den Projektablauf besser zu strukturieren. Dafür helfen Instrumente aus dem Projektmanagement. Methoden aus dem Gartenbau, der Landschafts- und Städteplanung und ähnlichen Bereichen sind nützlich, um inhaltliche Aspekte des Projekts besser zu erschließen. Finanzierungstools stellen eine weitere sehr relevante Kategorie für den Schritt 2 dar.

Hier finden sie mehr Details.

Ob der Ort schon fix ist, aber noch kein Projekt in Sicht - oder das Projekt bereits klar, nur der Ort noch fehlt - die richtigen Fragen können hier weiterhelfen mehr...link zu tool

Die meisten Städte bieten Pläne online an, die für einen gewählten Ausschnitt in einem bestimmten Maßstab auf A3 oder A4 ausgedruckt werden können (z.B. Wien oder Graz). Selbst erstellte Pläne sind für Details hilfreich und professionell geht es auch (links).

Um zu wissen, ob an einem Standort der Anbau von essbaren Pflanzen direkt in der vorhandenen Erde möglich ist, gibt eine Labor-Bodenuntersuchung Auskunft über Nährstoffe und Schadstoffe.

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Zur Verortung von Projekten kann es sinnvoll sein, die räumlichen Gegebenheiten und die aktuellen Nutzung (den Ist-Zustand) im Bearbeitungsgebiet genau zu erheben.
mehr (link zu mappingtools)

  • Ziele sind definiert
  • Planung ist ausgearbeitet, Ressourcenbedarf geklärt
  • Erste Schritte sind definiert und ein Prototyping implementiert
  • Prototyp ist evaluiert und Strategie angepasst

  • Klärung: Was genau wollen wir erreichen und für welche Umsetzungsvariante entscheiden wir uns?
  • Strategie: Welche Schritte und Aktivitäten sind zum Erreichen der Ziele nötig?
  • Umsetzung: Wie können wir einen ersten Schritt umsetzen, um risikoarme Praxiserfahrungen zu sammeln (Prototyping)?
  • Evaluierung: Was schließen wir aus unseren bisherigen Erfahrungen? Braucht es Anpassungen der Strategie?

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Foto: R. Mayerhofer, ‚Kickoff der essbaren Seestadt, Kleingruppen‘ 2018