a3 Leitfaden zur Projektumsetzung

Warum eine essbare Gemeinde gründen?

Kind mit Karotten

Sie wollen die Stadt und ihr direktes Umfeld grüner und angenehmer gestalten, die Biodiversität im verbauten Gebiet erhöhen und damit einen Beitrag zu Klima- und Umweltschutz leisten? Dann machen sie sich auf und werden aktiv! Der vorliegende Leitfaden für essbare Räume und Projekte soll Sie dabei unterstützen und inspirieren.
Unabhängig davon, ob ein Projekt von einer Gruppe von Bürger*innen ausgeht oder von politischen Institutionen bedarf es einer guten Kommunikation und Abstimmung zwischen den Ebenen von Bürger*innen, Politik und Verwaltung.

Der Leitfaden richtet sich an Bürger*innen, Entscheidungsträger*innen und Organisationen, die ihre Umgebung zu einem essbaren Raum gestalten möchten. Essbare Gemeinde und Stadtteile können nur in einem lebendigen Zusammenspiel zwischen Akteur*innen aus allen Bereichen umgesetzt werden. Ein Verständnis für die Ziele und Hintergründe der jeweils anderen zu entwickeln ist unerlässlich für den Erfolg des Projekts.

Der Leitfaden zeigt, wie sie Schritt für Schritt essbare und grüne Projekten umsetzen. Infotexte, Leitfragen und Checklisten zu den einzelnen Projektphasen geben dabei Orientierung. In der Rubrik Bausteine ist eine Auswahl an baulich-räumlichen Elemente einer begrünten essbaren Region dargestellt - bspw. Gemeinschaftsgärten, Balkongärten, Fassadenbegrünung, usw. Unter Werkzeugen ist ausgeführt, mit welchen Methoden essbare Räume gestaltet und umgesetzt werden können.
Unter diesem Link finden sie zentrale Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt ‘essbare Seestadt’.

Projekte sind nicht linear sondern haben meist einen dynamischen und komplexen Verlauf. Ein Verständnis von Projektphasen hilft, den Überblick zu bewahren. In den folgenden Drop-Down-Kästen finden sie für jede Phase hilfreiche Tools und Tipps. Lernen sie, wie sie Schritt für Schritt ihre Wünsche und Ideen für ein buntes und grünes Lebensumfeld zur Realität werden lassen!

Schritt 1 - Absicht klären und starten: Die Klärung der Intention ist ein wichtiger Schritt in der Projektentwicklung. Sie schafft Inspiration und Begeisterung für weitere Schritte. In dieser Phase finden Sie heraus, wer mit dabei sein soll und wo das Projekt realisiert werden soll. Ziel ist, dass aus Ideen einzelner Menschen eine gemeinsame Vision und ein starkes Teams entsteht. Unter diesem Link geht es weiter zu Infos und Tools zur Klärungsphase.

Schritt 2 - Strategie entwickeln und planen: Eine Strategie zu entwickeln bedeutet Ziele zu bestimmen und Aktivitäten und Mittel zu identifizieren, um diese zu erreichen. Auf der räumlichen Ebene können jetzt schon ganz konkrete Standorte untersucht werden. Unter diesem Link finden sie Infos und Tools, die Sie unterstützen, eine erfolgreiche Strategie zu entwickeln.

Schritt 3  - Projekt umsetzen und steuern: Bei der Projektumsetzung geht es neben dem Ärmel hochkrempeln auch darum rechtlichen Rahmenbedingungen und Finanzierung zu klären. Nicht zuletzt sind in dieser Phase gärtnerisches Wissen und handwerkliche Fähigkeiten gefragt. Anwohner*innen rechtzeitig zu informieren und einzubinden sollte nicht vergessen werden. Unter diesem Link finden sie Infos und Tools zur Umsetzungsphase.

Schritt 4 - Projekt abschließen und evaluieren: Wenn wir nach dem Schaffen innehalten, reflektieren und feiern, können wir das Erlebte besser würdigen und verankern. Ein neues Verständnis von uns selbst, dem Team, den bearbeiteten Themen und der Umwelt kann Grundlage für neue Projektideen sein. So schließt sich ein Kreis und etwas Neues kann entstehen. Unter diesem Link geht es  weiter zu mehr Infos und Tools zur Evaluierungsphase.

Wer einmal nur eine Idee bekommen möchte, was alles Teil eines essbaren Raums sein kann und wie man erfolgreich startet, kann auch gleich weiter zu den Bausteinen und Werkzeugen gehen.

Schritt 1 | Schritt 2 | Schritt 3 | Schritt 4 | Bausteine | Methoden