Kreativmethoden

Bild: Pixabay, drunker

Wie kann meine Intention erfüllt werden? Welche Möglichkeiten könnten noch funktionieren? Was kann ich von anderen lernen? Wie finde ich hilfreiche Infos? Geeignete Fragen stellen, (Internet-)Recherchen, Rückzug, Natur oder einfach Gespräche mit anderen Menschen sind Wege, um Ideen und Klarheit zu entwickeln. Neben diesen naheliegenden Aktivitäten können die unten dargestellten Kreativmethoden den frühen Gestaltungsprozess unterstützen und sowohl bei der Klärung der Absicht, beim Überblick -gewinnen über alternative Ansätze und Lösungswege wie auch beim Erarbeitung von Leitbildern, Projektdesigns oder -modellen unterstützen.

  • Brainstorming
  • Dyade
  • Disney-Methode
  • Dynamic Facilitation

Brainstorming 
ist der Klassiker bei den Kreativmethoden. Das Prinzip, dass hier wie auch in ander Kreativ-Ansätzen gilt ist, dass wir die Zensur unseres kritischen Verstandes für kurze Zeit deaktivieren und unseren Inspiration ungefiltert freien lauf lassen. Alles ist erlaubt und alle Ideen – ob sinnvoll oder nicht – werden auf einem geeigneten Medium (zb. Blatt Papier, Flipchart, File, Ton, oder Filmaufnahme) dokumentiert. Das öffnet unser Denken und kann im Idealfall neue Perspektiven und Lösungsmöglichkeiten sichtbar machen. Wichtig ist, geeignete Fragen im Vorfeld zu formulieren. Übliche Schritte beim BS sind: > Rahmenbedingungen klären > Frage stellen  > Ideen sammeln > Ideen ordnen > Ideen bewerten > Nachbereiten. Eine gute Moderation ist zu empfehlen, um einen flüssigen Ablauf zu erleichtern.

Dyade
schafft Klarheit und Bewusstsein zum gewählten Thema und schult die Aufmerksamkeit und die Qualität des Zuhörens. Zweier-Teams begeben sich mit 3-4 Fragen und einem Notizzettel (o.dgl.) für 20-30min auf einen Spaziergang. Einer der beiden stellt die Fragen und einer antwortet. Dies wechselt so oft als möglich hin und her solange Zeit bleibt. Der Fragende richte die volle Aufmerksamkeit auf den Antwortenden, stellt nur die Fragen ohne Kommentare abzugeben oder über Mimik oder Gestik zu reagieren. Er ist einfach für sein Gegenüber da. Sobald er merkt das die Antwort beendet hat schließt er mit „Danke“ ab und stellt die nächste Frage. Auch beim Wechseln der Rollen wird auf weitere Kommunikation verzichtet und Aufmerksamkeit auf die Fragen und Antworten fokussiert. Oft kommt es mit jeder weiteren Fragerunden zu neuen Ideen und einer Vertiefung der Einsichten. Im Anschluss an die Übung kann man die Ergebnisse und Erkenntnisse ein Weile sickern lassen ohne sie unmittelbar zu zweit auszudiskutieren.

Disney Methode
nutzt je nach Variante Elemente aus dem Rollenspiel bzw der Aufstellungsarbeit, um bei Entwickeln von Ideen in Serie drei bis vier Perspektiven einzunehmen: die des Träumers, des Realisten, des Kritikers und empfohlener Weise des Beobachters bzw. Coaches. Als “Anker” für die Rollen könne 3(4) Stühle dienen oder Ecken im Raum oder einfach unterschiedliche Plätze in einem imaginären Kreis. Die Methode eignet sich gleichermaßen für Einzel- wie auch Gruppenarbeit. Zuerst wird die Rolle des Träumers eingenommen, der sich ganz ungehemmt Ideen, Wünsche, und Varianten einfallen läßt, ohne von Realos oder Kritikern sabotiert zu werden. Mit dem Wechsel der Position wir die Rolle des Realisten bzw. Machers bezogen, der sich vor allem Gedanken über Umsetzungserfordernisse und Schritte macht. Der Kritiker überprüft den Input der Vorgänger auf Schwächen, Fehleranfälligkeiten, Machbarkeit. Bevor man sich nach der ersten Runde mit alle den gewonnen Einsichten wieder in die Träumerposition begibt wird in manchen Varianten empfohlen eine vierte Position des Beobachters bzw. Coaches einzunehmen, der die Infos einfach wahrnimmt und ggf integriert. Dann wird der Reigen von neuem gestartet und so lange fortgeführt bis ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt wurde.

Dynamic Facilitation
ist eine Kreativ- und Moderationsmethode und letzteren unter diesem Link zugeordnet.