Kommunikationskultur

Bild: Henning Westerkamp, Pixabay

Gemeinsam Projekte umzusetzen bedeutet auch Reibung und Auseinandersetzung. Die hier dargestellten Methoden könne uns dabei helfen zwischenmenschliche Herausforderung zu minimieren bzw. sie als Mittel für persönliches und gemeinsames Wachstum zu nutzen.

  • Gewaltfreie Kommunikation
  • Stille Hand
  • Tiefes Zuhören (Pinakarri)

Gewaltfreie Kommunikation
Hat sich als eine Gesprächsform gezeigt, die Mitgefühl fördert und eine rasche Konfliktbewältigung ermöglicht. Marshall Rosenberg hat 4 Schritte dargestellt, die uns dabei helfen uns respektvoll auszutauschen, Konflikte zu deeskalieren bzw. diese von vornherein zu verhindern: 1. Die eigene Wahrnehmung wertfrei darstellen, 2. die eigenen Gefühle (nicht Interpretationen oder Bewertungen) teilen, 3. die zugrunde liegenden Bedürfnisse zum Ausdruck bringen und 4. einen Wunsch ausdrücken. Weitere Infos unter diesem Link.

Stille Hand
Um in einer Gruppe Stille einkehren zu lassen, können sich die Mitglieder auf die „Stille Hand“ einigen: Eine Person hebt die Hand und ist selbst ruhig. Alle anderen die jemanden mit erhobener Hand sehen tun dies nun auch. Die letzten werden jetzt auch bemerken, daß sie nun die einzigen sind und schließen sich den anderen in Stille an. Nun hat die Person die sich Stille gewünscht hat, die Möglichkeit zu sprechen und bekommt volle Aufmerksamkeit der Gruppe. 

Tiefes Zuhören (Pinakarri)
Pinakarri ist eine Methode aus dem Dragon-Dreaming Toolkit, die dazu dient in Teams den Fokus zu halten oder wiederzugewinnen. Abzugleiten und die Aufmerksamkeit zu verlieren ist nicht ungewöhnlich, aber sehr hinderlich um gemeinsam Ziele zu erreichen. Mit dieser Methode sind alle eingeladen Mitverantwortung für den Gruppenfokus zu übernehmen. Es ist eine Kurz-Meditation, die auf ein Signal folgt, auf das sich die Teilnehmer geeinigt haben. Besonders gut eignen sich Zimbeln, Klangschalen, Gongs oder ähnliches. Wer auch immer bemerkt, dass –  bspw. bei langen Teammeetings – der Fokus in der Gruppe verloren geht, ist dazu angehalten das Signal anzuschlagen. Sobald das Signal ertönt, werden alle still, lauschen dem Klang, atmen durch und besinnen sich auf die Runde. Bewusst nimmt man eine förderliche Haltung ein und fokussiert sich wieder auf das Gruppenziel. Dieser Fokus wir nach Möglichkeit auch beim Kommunizieren beibehalten: wenn andere sprechen, wird die volle Aufmerksamkeit auf sie gerichtet. Wenn man selber spricht, achtet man auf seine Zuhörer*innen um zu bemerken, ob man Zuhörer-freundlich spricht und ankommt.