Qualitative Interviews

Bild: public domain archive, Pixabay

Wer hat schon Ideen und Erfahrungen zu essbaren, grünen Elementen in der Stadt? In qualitativen Interviews können wir aus den Geschichten der Bewohner*innen lernen.

Mit Hilfe eines Interviewleitfadens werden zentrale Fragen gemeinsam mit Gärtner*innen oder anderen Stakeholdergruppen erörtert. Ziel ist es Fragen so zu stellen, dass die Befragten möglichst viel erzählen und ihre Sichtweise erklären können. Während quantitative Befragungen vorwiegend geschlossene Fragen mit fixen Antwortkategorien stellen (Ja/nein, trifft zu/trifft nicht zu), werden in der qualitativen Befragung in erster Linie offene Fragen gestellt. Mögliche Fragestellungen sind:

  • Wie könnte es gelingen einen grüneren Stadtteil zu erschaffen?    
  • Wo werden bereits Begrünungsmaßnahmen umgesetzt? Welche Möglichkeitsräume gäbe es noch?
  • Welche Unterstützung benötigen Sie?    
  • Was sind Hindernisse in der Begrünung? Auf welche Widerstände stoßen Sie?
  • Welche Ideen möchten Sie gerne umsetzen? Welche Ressourcen brauchen Sie dafür?
  • Wer sind mögliche Verbündete? Mit wem sollten wir über das Thema sprechen? Mit wem würden Sie gerne in Kontakt treten?

Was braucht es dafür?
Wichtig sind eine klare Vorstellung, worüber durch die Interviews Wissen und Informationen gewonnen werden sollen, eine Definition der Zielgruppe, Interviewpartner*innen aus der Zielgruppe, die bereit sind, Einblicke zu gewähren und gute Leitfragen. Weiters braucht es ein Tonaufnahmegerät, sowie die Leitfragen und Notizzettel.

Nutzen für das Projekt
Mit qualitativen Befragungen (Einzelinterviews, Expert*inneninterviews, Fokusgruppen) kann ein tiefgehendes Verständnis über die Situation von Zielgruppen erhalten werden. Häufig werden qualitative Befragungen den quantitativen Erhebungen vorangestellt, da bestimmte Themen vorab exploriert werden und relevante Fragestellungen und Multiplikator*innen identifiziert werden. Ausgewählte Interviews können nach einer Autorisierung veröffentlicht werden, um die Sichtbarkeit von Begrünungsaktivitäten oder Akteur*innen zu fördern.

Herausforderungen/Erfahrungen
Im Rahmen des Projekts essbare Seestadt wurden 12 qualitative Leitfadeninterviews mit gärtnerisch aktiven Bewohner*innen der Seestadt geführt, einige wurden in Form von Blogbeiträgen veröffentlicht, um Menschen in der Seestadt zu inspirieren und gärtnerisch Aktive sichtbar zu machen. Unsere Beispiele sind hier zu finden: https://essbareseestadt.at/gute-beispiele/