Skybox/ Gespräche mit Verwaltung & Politik

Bild: Skybox auf dem B.R.O.T.-Aspern Gemeinschaftsprojekt. Foto: Rimanoczy

Gemütlich Plaudern und nebenbei offizielle Weichen stellen? Die Skybox-Methode ist eine taktisch kluge und menschlich ansprechende Gesprächs-Form, mit offiziellen Ebenen in verbindenden Kontakt zu kommen. 

Wie funktioniert es/ was ist es?
Persönliche Kontakte zu Stellen, die Flächen verwalten, Bewilligungen erteilen und Entscheidungen im Gebiet treffen sind wichtig um gegenseitiges Verständnis zu schaffen. Dazu muss zuerst geklärt werden, wer alles von der Umsetzung eines gewünschten Projekts betroffen ist oder einbezogen werden muss. In einer ersten Runde können alle an einen Tisch geholt werden. Danach ist es jedoch wichtig Gespräche in kleinem Rahmen zu führen. So ist es leichter, persönliche Beziehungen aufzubauen, die Einwände der einzelnen Personen zu verstehen und ihr Wissen und ihre Erfahrungen in die weitere Entwicklung des Projekts einfließen zu lassen.

Was braucht es dafür?
Ein angenehmes Ambiente: Die Entscheidungsträger*innen werden in informelle Räume im Projektgebiet eingeladen. Die Räume machen nach Möglichkeit Zielsetzungen des Projekts sichtbar. Das kann z.B. ein Sommerfest in einem bereits existierenden Gemeinschaftsgarten oder auch – wie die ‘Skybox’ im Fall der Seestadt – ein begrünter Dachgemeinschaftsraum mit Aussicht über das Projektgebiet sein. Das Gespräch führen aufgeschlossene und kompetente Gesprächspartner*innen.

Nutzen für ein essbar – Projekt
Es entsteht gegenseitiges Verständnis für die jeweiligen Ziele, Beweggründe und Motivationen. In der weiteren Planung und Umsetzung des Projekts können diese berücksichtigt werden.

Herausforderungen/ Erfahrungen
Mitarbeiter*innen kommunaler Dienststellen schätzen den persönlichen Kontakt. In größeren Runden wird oft weniger offen gesprochen und es entstehen Spannungen, die dann nur im Einzelgespräch wieder aufgelöst werden können. Es ist wichtig, an möglichst alle Stellen und Personen zu denken, die etwas mit dem Projekt zu tun haben. Wird jemand übergangen, sinkt möglicherweise die Bereitschaft zur Kooperation.